Auf ind Schwyz

Mit Marie überm Walensee

Letzte Woche bin ich mit Maxi und Marie zum Martin nach Zürich gefahren. Aber welchen Weg wählten wir? “Über Oberammergau, oder aber über Unterammergau?” dröhnte die Musik aus dem Radio. Saulustig wars jetzt schon auf der Hinfahrt!
Aber nun zu den Kletterfakten der Gebiete rund um Zürich. Hoch über dem Walensee klettert man über einer Autotunnelgalerie. Der Fels hier ist schön und die Sonne brennt in die Wand. Herrlich in der Früh, aber auch kein Problem am Mittag, denn dann sucht man einfach den Sektor im Wald auf mit noch schöneren Routen! Mit fantastischem Blick auf den See konnte ich die 40 Meter lange 7b “El nino” im Onsight klettern. Und auch die 7c “Yellow Submarine” gelang mir gleich im ersten Versuch!

Etwas weiter kommt man zur “Deponie”. Was erstmal nicht so einladend klingt, erweist sich aber als echt schönes Gebiet für schwere Routen. Der überhängende Kalk mit klaren, schrägen Sloperbändern bildet die Route “Pino Pepino” 8a. Als ich diese Route tatsächlich im 2. Go durchsteigen konnte, war ich total happy. Es ist hald einfach eine richtige Linie, die der Felsspur genau da folgt, wo sie am schönsten ist. Eine 7c nebenan nahm ich auch gleich noch mit.

Übernachten konnten wir immer bei Martin im Wohnheim. Doch für zwei Tage fuhren wir etwas weiter ins Muotathal. Leider regnete es am ersten Tag, so stellten wir die Autos Heck an Heck und kochten unter den geöffneten Kofferraumklappen unser Abendessen. Nach einer Nacht im Auto war das Wetter auch wieder deutlich besser. Nach einem kurzen Lauf zum Warmwerden gings dann auch ans Klettern. Am reDer Kampf an der Galeriechten Ende der Wand fielen mir die unzähligen Minileisten der Route “Knacknuss” 7c+ ins Auge. Hier war knallharte Ausdauer an kleinen Griffen gefordert. Diese konnte ich dann auch im 2. Versuch aufbringen und ich kam ohne Stopp ans Top.

Insgesamt waren es 5 richtig lustige und schöne Klettertage. Ich mein, was will man mehr? Bei schönem Wetter ein Haufen schwere Routen klettern und dabei noch jede Menge Schmarrn erzählen und sich halb tot lachen. :D
Danke für diesen sehr gelungenen Urlaub!

Abwechslungsreicher Sommer

  Das ÖtztalDiesen Sommer brach ich immer wieder in alle möglichen Richtungen auf.
Zuerst in die Kletterhalle Neu-Ulm, in der mein High-east-Team für den nächsten Speedcup trainieren konnte. Dann gings mit Alex in die Nordwand des Blankenstein, wo wir uns in der Route “Gehts noch Doc?” versuchten. Leider fing es in der Schlüssellänge (8a) an zu schütten.
Im Ötztal gelang mir eine 7b namens “Feuerherz” im Onsight. Auch eine 7c durch schönen Granit konnte ich über der Freizeitarena in Sölden klettern. Sie trägt zwar den Namen “Not possible”, aber für mich wars doch möglich. :) Zufällig fand an diesem Abend der European Youth Cup im Bouldern im Ötztal statt. Hier holte sich mein Boulderwelt-Teamkollege Alex Averdunk den dritten Platz. Achjaa, die zahlreichen Sternschnuppen, die durch den klaren Nachthimmel schossen, darf man natürlich auch nicht vergessen!Pauline in einer 7a in Schönhofen

Zwischendurch schraubte ich auch mal in der Boulderwelt. Hier konnte ich meinen bisher schwersten Boulder (fb 7c+) klettern!
Die Quali vom Boulder Worldcup in München lies ich mir auch nicht entgehen. Und am nächsten Tag gings auch schon mit Pauline nach Arco. In Nomesino holte ich mir gleich mal eine coole 25 Meter 7b+ (Les Prestige) ab. Nach weiteren zwei schönen Tagen in La Gola und Nago feierte ich mit Pauline unser 1-Jähriges. :) Danke, dass Du immer für mich da bist!

Das Wochenende drauf verbrachten wir in Regensburg. Dort schraubte ich einige eher schwere Routen, was mir riesen Spaß bereitete, denn die Linien waren schon leer und ich konnte mich komplett austoben und die coolsten GriSchrauben in Regensburg (grau-pink)ffe und Volumen verbauen. Wer also mal im Regensburger Kletterzentrum ist, sollte unbedingt mal in meine Routen reinschauen!
Am sonnigen Samstag waren wir in Schönhofen. Ein superschönes Gebiet! Ich kletterte die schwerste Route “Träge Wampe” 7c durch ein kurzes Dach im Onsight und somit war der Tag eh schon perfekt. Den Abend genossen wir noch in der Stadt, bevor wir am Sonntag nochmal richtig in der Halle trainierten.
Zu guter Letzt fuhren wir Anfang September noch mit Martin und Marie ins Zillertal. Einfach immer wieder schön! Und Pauline konnte ihre erste 7b+ (Sience fiction) am Fels klettern.

Ich hatte im Kopf, dass ich diesen Sommer gar nichts richtig schweres geklettert habe. Aber wenn ich mir das hier so durchlese, sehe ich, dass ich doch einiges erlebt habe und viele schöne Tage in unterschiedlichen Gebieten hatte. Es kommt also doch Lago di Gardanicht immer nur auf den Grad an, sondern vielmehr gehts ums Erlebnis!

In den nächsten Tagen werde ich in die Schweiz fahren. Ich  bin schon ganz gespannt, weil ich mich überhaupt nicht auskenne und keine Ahnung habe, was mich erwartet.
Wir werden sehn…

7 Tage Dolomiten!

Da kann man doch so einiges machen!
Doch leider war nur ein einziger Tag komplett regenfrei. Egal, Pauline und ich fanden für jeden Tag etwas anderes, das auch teilweise bei Regen machbar war.
So lag bei der Hinfahrt ein trockenes Klettergebiet “La Cava” direkt neben der Straße. Das nutzten wir natürlich aus und ich kletterte gleich mal eine 7b+. An 2 eher trockenen Tagen gings dann zu den “Cinque Torri”. Wirklich ein Paradies des Kletterns. Eine Route neben der anderen und das über 5 Türme und weitere Blöcke verteilt. Wir kletterten viele leichtere Routen und genossen es einfach, an so einem schönen Ort sein zu dürfen.
Na gut, natürlich war mir das nicht ganz genug. Mir gelang es noch, eine steile 8a namens “Telefono Azzurro” zu punkten!
In einer leichten Abschlussroute mit recht weiten Hakenabständen brach Pauline unglücklicherweise ein Griff aus, sodass sie einen ordentlichen Sturz hinlegte. Doch sie lies sich nicht unterkriegen und kletterte die Route nochmal bis zum Top!Der Pisciadu-Wasserfall in der Sella

Einen Tag regnete es wirklich komplett durch. Geschafft von den Vortagen fürchteten wir, überhaupt nichts machen zu können. Doch mittags rafften wir uns dann doch noch auf und wanderten vom Appartment aus rauf zu den Feslwänden der Sellagruppe und zu einem hohen Wasserfall, der von der Pisciadu-Spitze her in die Tiefe stürzt. Insgesamt waren wir dann doch 4 Stunden unterwegs und kehrten glücklich und klatschnass in unsere Wohnung zurück.

Natürlich standen auch Mehrseillängenrouten auf dem Programm. So kletterten wir die “Stegerkante” (4+ / 6 Seillängen)Steffen beim Alpinklettern auf den 1. Sellaturm. In der vorletzten Seillänge hats uns dann erwischt und es regnete uns gscheid an. Am Gipfel schauten wir nur noch, dass wir so schnell wie möglich runterkamen, denn es donnerte schon kräftig. Ist aber schließlich alles gut gegangen.
Ähnlich war es an den Drei Zinnen, als wir den Normalweg auf die Große Zinne aufgrund des schlechten Wetters abbrechen mussten. Aber die Umrundung und der Blick in die beeindruckenden Nordwände entschädigte voll und ganz. Auf der Rückfahrt zum Appartment schüttete es dann aus allen Kübeln.

Am letzten Tag gelang Pauline noch eine steile 7a+-Route nahe Wolkenstein. Zum Abschluss dieses Urlaubs fuhren wir noch nach Imst. Dort schauten wir bei schönem Wetter das Finale des Lead-Worldcups an. Ein super Ausklang nach einer Woche in diesen wunderschönen Bergen.

Drei Zinnen

Münchener Stadtmeisterschaft 2014

Im Finale! Foto: Florian GriesbeckEndlich war es wieder soweit. Die Münchener Stadtmeisterschaft fand wie jedes Jahr im Sommer vor der großen Wettkampfpause statt. Für mich macht es gerade hier viel Spaß, weil man viele seiner Mitstreiter gut kennt.
Nach einer guten Quali, in der ich nur einen einzigen Boulder nicht klettern konnte und die Route bis kurz unters Top stieg, zog ich auf Platz 2 ins Finale ein.
Hier gab es 2 Boulder zu bewältigen. Den ersten flashte ich als einziger! Doch der zweite war nochmal schwerer und ich konnte um ein Haar den Bonusgriff nicht festhalten. So rutschte ich auf Platz 3 ab. Hätte ich diesen Griff nur ein wenig länger gehalten, so hätte ich das Finale für mich entschieden. In der Gesamtwertung des Oberlandcups holte ich dafür den 2. Platz. Der Tag war auf jeden Fall super und hat jede Menge Spaß gemacht.

 Siegerehrung; Foto: Florian Griesbeck

1. Markt Schwabener Bouldercup

Julia Kressirer gewinnt bei den DamenDer Ort Markt Schwaben verfügt über eine kleine, aber feine Halle, in der man vor allem gut bouldern kann. Dieses Jahr fand dort erstmalig ein Spaßwettkampf statt. Für den Routenbau hat der Vorstand der Sektion Walter Kressirer mich gefragt und das lasse ich mir natürlich nicht nehmen. In der Quali gabs 25 verschiedenste Boulder zu bewältigen. Hier konnten sich schon die Favoriten aus meinem Athletenteam hervorheben. Im Finale wartete dann jeweils eine Bouldertraverse pro Startklasse auf die Wettkämpfer, die es in 5 Minuten zu bewältigen galt. Die Schwierigkeit war genau richtig, sodass das Ergebnis klar selektiert wurde und jeweils nur der Beste den langen Boulder toppte. Die Kinderwertung konnte Felix Hecht für sich entscheiden. Bei den Damen flashte Julia Kressirer souverän den Finalboulder und holte sich den Sieg. Florian Hecht konnte den 2. Platz in der Herrenklasse erreichen. Nur hier blieb ein Top aus, woraufhin die begeisterte Menge den Routenbauer forderte. Denn sie wollten schon sehen, ob das hier überhaupt möglich ist. Also stieg ich ein und kletterte den Boulder durch!
(Ich muss dazusagen, dass ich ihn zuvor noch nicht durchgestiegen hatte ;) ). Die Stimmung war echt super und im Anschluss holten sich alle noch was vom Grill.
Es war wirklich ein grandioser Tag, der mir sehr viel Spaß bereitet hat! Abschließend gings abends noch in die Stadt zum Feiern.

High-east Teamtrip Zillertal 2014

Florian Hecht in Meatcheesecrack 7c

Weil es letztes Jahr allen riesigen Spaß gemacht hat, fuhr ich wieder mit meinem Team ins Zillertal. Drei Tage Klettern, Bouldern und Chillen!
Zuerst gings in den Sundergrund zum Bouldern. Jeder der schonmal hier gewesen ist weis, dass man es hier nur geniesen kann. Wir probierten uns natürlich am Klassiker Moonwalk (fb 7a+), der mir auch wieder gelang. Übernachtet wurde wie voheriges Jahr im Nebengebäude vom Breitlahner. So war der Plan für die nächsten Tage auch schon geschmiedet, denn die Ewigen Jagdgründe stehen ja vor der Haustüre. Florian Hecht versuchte sich in “Meatcheesecrack” 7c und “Especially for You” 7c. Leider klappte es nicht ganz mit dem Durchstieg.
Zum Bouldern ging es auch nochmal. Diesmal an die Kaserler Alm. Dort gibt es Felsblöcke in allen Schwierigkeitsgraden. Hier konnte ich zwei coole, leistige Boulder klettern: “Entschärft” (fb 7a) und “Verschärft” (fb 7a+).
Abends haben wir immer fleißig gespielt. Ich glaube so viele Kniffel fielen noch in keiner Partie! Mir als Trainer machen solche Ausfahrten natürlich auch immer wieder wahnsinnigen Spaß! :D

Premiere im Ötztal

 

Abendstimmung im ÖtztalÜbers Pfingstwochenende war ich mit Alex Beckmann zum ersten Mal im Ötztal. Es war sehr heiß, bis zu 37 Grad hatte es! Aber im Schatten konnte man eigentlich ganz gut klettern. Am Sonntag waren wir an den Blöcken von Niederthai unterwegs. Hier gelang mir die leistige “Zwergentod” 7b im Onsight. Danach versuchten wir uns im “Glatteis” 7b+. Und in der Tat gabs bei diesem Quergang für die Füße nur reines Glatteis zu treten. Für die Hände musste ein fieser, schmerzhafter, extrem schmaler Riss genügen. Über diesen musste man sich dann an krass aufgestellten Fingern mehr oder weniger rüber hangeln. Das war nicht das schönste Klettern, doch im 2. Versuch hatten wir die Tour in der Tasche.
Mit bereits durchgekletterter Haut auf den Fingern probierten wir nun etwas noch Schwierigeres. Das “Glückshormon” 8b+ hats mir angetan! Steile kleine Leisten durch einen schwarzen Streifen in der sonst eher bräunlichen Wand. Bis auf einen Zug konnte ich alle Stellen auflösen. Bleibt nur die Frage, wie lange es dauert, bis ich wieder komme…Am Top der 7b über dem Piburger See

Nach einer Übernachtung in einem Gasthof fuhren wir talauswärts nach Oetz. Hier ragt eine hohe Wand über den Pigurger See hinaus. Wir schauten uns eine 35 Meter lange 8a an. Leider war ich psychisch nicht so gut drauf, sodass ich mich nicht weiter mit dieser Route beschäftigte. Dennoch konnte ich eine mindestens genauso schöne 7b klettern. Immerhin bot sie über 30 Meter einige Einzelstellen, die es zu lösen galt. Dann gings auch schon wieder zurück in Richtung Heimat.

 

Viele neue Routen im Überhang!

Blau 9-/9 im Wettkampfbereich

In den letzten beiden Wochen haben mein Schrauberteam und ich die komplette rechte Seite der Wettkampfwand im High-east rausgenommen und mit neuen Volumen bestückt. Die neuen Routen können sich echt sehen lassen! Vom Schwierigkeitsgrad 6- bis 10 ist alles dabei! In die schwarz-grüne Route (10) habe ich versucht die Schlüsselsequenz aus “Persona non grata” 8b im Zillertal nach zu schrauben. Beim Klettern empfinde ich es schon als sehr ähnlich…

Schaut doch mal vorbei und probiert die neuen Routen aus! :)
www.high-east.de

 

Geburtstagsgeschenk

An meinem Geburtstag bin ich übers Wochenende mit Pauline ins Zillertal gefahren. Hier kann ich meine freie Zeit am besten geniesen.Der Atlantis-Block
Am Samstag hat es vormittags noch geregnet, doch der Fels an den Jagdgründen trocknete schnell ab. Die Anzahl der mir hier noch fehlenden Routen ist wirklich begrenzt. Die kurze 8a-Platte “Jack the Ripper” hatte ich schonmal im letzten Jahr versucht, doch damals blieb mir die Lösung noch verborgen. Aber diesesmal fiel es mir eigentlich gar nicht so schwer und ich hatte die Sequenz schnell raus und so folgte auch der Durchstieg. Guter Anfang für ein entspanntes Wochenende. :D

Am nächsten Tag genossen wir einfach die herrlich warme Sonne. Erst Nachmittags liefen wir den schönen, aber auch abenteuerlichen Weg zum neuen Gebiet “Atlantis”. Hier war der Wasserspiegel so hoch, dass der Sicherer echt aufpassen musste, um nicht nass zu werden. Diese Wand liegt mir total! Leicht überhängend, glatt und mit einigen Leisten durchzogen. So konnte ich tatsächlich die 8a+/8b Route “Mr. One Two” bereits im dritten Versuch durchsteigen!

Das ist doch mal ein Geburtstagsgeschenk! :)

Tölzer Stadtmeisterschaft 2014

Julia Kressirer Tölzer StadtmeisterschaftDie Tölzer Stadtmeisterschaft ist vom Modus her mein Lieblingswettkampf. In der Quali gibt es 5 Routen und 3 Boulder, die jeder so weit wie möglich klettert. Jedoch gelang es mir bisher leider noch nie den Titel zu hohlen. In den letzten beiden Jahren war es immer sauknapp. Obwohl ich jeweils die Finalroute toppte, gewann jedes Mal mein Boulderwelt-Teamkollege Markus Herdieckerhoff, weil er in der Quali doch noch einen Boulder mehr geklettert hatte.
Dieses Jahr wollte ich es unbedingt wissen! Markus war natürlich auch am Start…
In der Quali toppten wir beide als Einzige alle 5 Routen (bis 7c) und flashten auch alle 3 Boulder. So standen wir wiedermal punktgleich auf Platz 1 vor dem Finale.
Ebenso im Finale waren Julia Kressirer und Florian Hecht Weiterlesen