Céüse – 55 Meter 8a

Grand Face

Spontan beschloss ich nach Céüse zu fahren. An diesem ganz besonderen Felsriegel hoch oben, rund um einen Gipfel in Südfrankreich, treffen sich jedes Jahr viele starke Kletterer in den Sommermonaten.
So machte ich neben Sammy, Lulu, Ronja und Mona noch viele weitere nette Bekanntschaften mit Leuten aus Bayern, Berlin, der Schweiz und Colorado!
Ich konnte wirklich viele tolle Routen hier klettern, doch von einer möchte ich genauer erzählen…

Céüse am Abend

Wenn man vom Tal aus zum „Grand Face“, dem höchsten Teil der Wand hinaufschaut, fällt einem sofort ein langer, blauer Streifen ins Auge, der von unten bis ganz nach oben den Fels durchzieht. Das ist DIE Linie!
Und tatsächlich führt auch noch eine 8a „Immense bleue“ mit einer Länge von 55 Metern genau dort hindurch. Genial!
Doch das bedeutete auch sehr weite Hakenabstände. In meinem ersten Versuch kam ich im Onsight gleich mal auf eine gute Höhe von 40 Metern, doch bis zum nächsten Bolt waren es gute 5 Meter. Es kam mir ewig vor, denn die Züge waren jetzt auch nicht gerade sicher zu klettern. Hier konnte ich mich nicht überwinden und baute die Route ab. Natürlich juckte mich der Gedanke, diese spezielle Route liegen zu lassen und mich nicht zu trauen…

Am Gipfel

Am nächsten Tag stieg ich also nochmals ein und kam sogar gleich zwei Haken weiter, leider fehlten aber immer noch drei Stück bis zum Ende. Es war allerdings psychisch so schwierig für mich, dass ich mich entschloss wieder abzubrechen. Wer mich kennt, der weiß aber, dass dies nicht das Ende sein sollte und so folgte der nächste Abend…

Mit einem dünnen Seil bewaffnet und die Exen optimal verlängernd, löste ich wieder die technische Dachquerung im unteren Teil und kletterte lange Zeit weiter bis zum Schüttler rechts außen bei der Hälfte. Als ich an diesem Punkt in die Ferne sah, tauchte die Sonne die Hochhäuser der Stadt Gap in ein weiches Orange. Das Wolkenband am Horizont begann kräftig zu leuchten, doch nun musste ich weiter! Es galt, den blauen Streifen an Löchern nach links, weit über dem letzten Haken zu queren zum folgenden Ruhepunkt, bevor es ernst wurde…

Les Colonnettes

Jetzt einen unangenehmen Kreuzer in ein Untergriff-Fingerloch machen und von hier endlich clippen. Doch die schwersten Züge sollten erst noch kommen! Dreimal weiterverlängern in einen komisch einzusortierenden Griff, kurz mit der zweiten Hand dazu und hinauf zum nächsten Eck und dem daneben. „Huh!“ Füße hoch nachsetzen und einen richtig weiten Zug an den getickten Seitgriff machen. Jetzt die Füße versteckt kreuzen und… „Puh! – da ist der Henkel!“ – Clip!
Noch einmal durchschnaufen, denn die Wand wird wieder steiler. Links ein Untergriffloch, einen rauen Sloper mit rechts und zur Seitgriffkante – Clip! Nun die Passage an den Löchern rechts raus mit zweimal Verlängern und Abfassen. Dann weiter in die Platte an kleinen Leisten und rutschigen Löchlein in orangem Fels – dranbleiben… und tatsächlich machte ich jetzt auch noch die letzten, mir noch unbekannten Züge bis zum Umlenker! Ich war überglücklich und sehr stolz, dass ich mich so überwunden hatte! Der psychische Anspruch machte diese Route zu einer sehr Bedeutenden für mich.
Beim Ablassen färbte sich der Himmel in ein mattes Lila – was für ein Ausklang dieses Tages! 🙂

3 Zinnen

Ausgesetzter Quergang an der kleinen Zinne; Foto: Steffen Hilger

Die 3 Zinnen faszinieren mich schon seitdem ich das erste Foto gesehen habe. Die steil und glatt aufragenden Nordwände sind für mich der Inbegriff des Kletterns schlechthin! Schon lange ist es ein Traum von mir auf allen drei Gipfeln zu stehen und diese beeindruckenden Nordwände zu durchklettern!
Nun war es soweit, denn mit Walter hatte ich endlich einen erfahrenen Seilpartner gefunden, dem zahlreiche Seillängen durch brüchigen Fels an alten Haken nichts ausmachten!
Als Erstes nahmen wir uns die berühmte „Gelbe Kante“ an der kleinen Zinne vor. Die Nacht über hatte es stark geregnet, doch der meist überhängende Fels war an keiner einzigen Stelle nass geworden. Seillänge für Seillänge kletterten wir weiter hinauf, wobei die technische Schwierigkeit nicht das Problem war. Viel undurchsichtiger stellten sich die leichteren Passagen heraus, da man im dritten und vierten Grad nur ganz vereinzelt Haken vorfand. Die Wegfindung war hier gar nicht so klar und wenn man im 3er kleine Fingerlöcher im Überhang halten muss, dann kann man sich sicher sein, dass man höchstwahrscheinlich nicht ganz richtig ist…

Auf dem Weg zur „Gelben Kante“; Foto: Walter Kressirer

Schließlich fanden wir aber doch immer wieder zu unseren Standplätzen. Nach der Schlüssellänge, einer 6+ mit echt wenigen Haken kam ich dann an einen miesen Stand, von dem eine der beiden „Rostgurken“ bestimmt nicht mehr viel gehalten hätte. Glücklicherweise fand ich einen guten Riss für den Friend, den ich dazulegte. So konnte ich Walter mit halbwegs gutem Gewissen nachsichern.
Am schönsten fand ich die ausgesetzten Querungen, bei denen man richtig spürt, wie weit oben man hier ist! Endlich am Vorgipfel angekommen merkten wir, dass es schon ziemlich spät geworden war. Für den im Führer beschriebenen „Nachmittagsspaziergang“ haben wir den ganzen Tag gebraucht!
Wir beschlossen von hier abzuseilen.

Gelbe Kante; Foto: Walter Kressirer

Und das war die richtige Entscheidung, denn ehe wir die Scharte zwischen den Zinnen erreichten, ließ sich unser Seil einfach nicht mehr abziehen. Es hatte sich total zwischen den Felsspalten verhängt, sodass wir noch einmal hinaufklettern mussten, um es herunterzubekommen. Dann folgte ein steiles Altschneefeld, das man hochkonzentriert hinunterspuren musste, bevor man wieder auf den normalen Wanderweg gelangte.
Nun war es dunkel geworden und völlig fertig nach diesem anstrengenden Tag, schwor ich mir, morgen einen Ruhetag einzulegen.

Der nächste Morgen kam und das Wetter war noch besser als gestern. Walter war hochmotiviert beim Frühstück und natürlich stiegen wir wieder in Richtung kleine Zinne auf…
Diesmal machten wir die „Egger-Sauscheck“. Sie folgt einer langen Schuppe durch die sonnige Südwand. Das war definitiv von Vorteil, denn im Schatten wird es auf knappen 3000 Metern Höhe ziemlich kalt. Die schwerste Stelle (6+) war super abgesichert und gut zu klettern. Viel gemeiner fand ich die extrem brüchige Schuppe, in der man leider auch nicht ganz optimal, mobile Sachen legen konnte. Da hilft dann nur den festen Griff zu finden und nicht all zu stark dranzuziehen. Daraufhin folgte ein glatter Kamin, durch den wir mit Rucksack gerade so durchpassten. Das war schon ein unangenehmes Gefühl, aber es wird noch besser!
Nach 30 Metern war ein Stand mit 2 Haken im Topo eingezeichnet. Nach langem Suchen fand ich diese dann auch, also zumindest deren Stifte…
Die Ösen waren nämlich komplett abgerostet…
„Shit, was tun?“ dachte ich mir. Ich verbaute alle restlichen Friends die ich noch am Gurt hatte, verband sie mit einer Schlinge – „Stand, Walter!“
Heute waren wir deutlich schneller wie gestern und schafften auch noch die letzten Längen zum Gipfel der kleinen Zinne. Den Abstieg kannten wir ja schon, doch auch dieser Tag war super anstrengend für mich – körperlich wie auch mental.

Blick zur großen Zinne

Für den letzten Tag suchten wir uns dann etwas zeitlich Kürzeres raus, den Normalweg auf die Westliche Zinne. Es sollte eine Bergtour mit einzelnen Kletterstellen werden. Doch schon an der Altschneerinne wussten wir, dass auch dies eine ernsthafte Unternehmung sein würde! Sicherlich 100 Höhenmeter zog der harte Schnee steil hinauf. Hier war ein Ausrutschen ausgeschlossen, andernfalls fände man sich im Schuttfeld weit unten wieder und bestimmt nicht unverletzt…
Als wir endlich wieder festen Fels unter den Füßen hatten, war ich heilfroh. Jetzt hieß es Kraxeln im 2. Grad und bei unangenehmen 3er-Stellen sichern. Das funktionierte super bis zum Spreizschritt im letzten Teil. Hier war ein riesiger Felsklotz weggebrochen und der weite Schritt war jetzt zum Sprung über eine Klippe geworden. Springen wollte ich nicht, so wählte ich eine Hangelvariante über den Abgrund. Das ging hervorragend, wozu bin ich denn auch Boulderer? 😉
Kurz darauf erreichten wir den Gipfel mit atemberaubendem Tiefblick in die Nordwand der Großen Zinne. Für mich sind diese Berge ein einzigartiger Ort voller Kraft. Da ich auf der mittleren Zinne schon vor einigen Jahren gestanden hatte, habe ich nun alle drei Gipfel bestiegen! Und die Nordwände lassen bestimmt auch nicht mehr lang auf sich warten… 🙂

Cadini-Gruppe

9- Mehrseillänge mit Hagelfinale

Dunkle Wolken ziehen auf…

Hoch überm Tal

 

 

Vergangenes Wochenende war ich mit Terry und Caro im Karwendel unterwegs. Vom Falzthurntal stiegen wir mühsame 1,5 Stunden mit dem schweren Kletterzeug bis zum Fuße der Westwand der Schaufelspitze auf. Hier zieht eine 300m-Kalkwand, durchzogen von dunklen Wasserstreifen, senkrecht empor. Trotz der nassen Flecken stiegen wir in unsere Route „Sitz des Zeus“ ein, die durch den kompakten zentralen Bereich der Wand führt. Caro übernahm die ersten 3, der insgesamt 9 Seillängen im Vorstieg. Die dritte war im 7. Grad und sehr nass, aber auch die unangenehme Querung an Untergriffen konnten wir überwinden. Dann drehte auch schon die Sonne rein und die dunklen Streifen trockneten schnell ab. Der nächste Teil bot ausgezeichnete Kletterei mit technischen Passagen in exzellentem Fels. Terry führte diese souverän und nun war auch schon ich an der Reihe. Die letzten und schwierigsten Längen waren meine. Die Härteste davon war mit 9- bewertet und forderte eine exakte Fußtechnik. Zum Greifen gab es durchgehend nur ganz kleine Leisten und das an sehr undurchsichtigem, grauen Fels, an dem alles gleich aussah. Einmal mit rechts einen flachen 2-Finger-Steller und dann zum guten Loch! Jetzt folgte noch eine 8- Platte mit einem seichten Stützer und anschließend Reibungsklettern wie auf rohen Eiern! Aber auch diese Herausforderungen konnte ich im Onsight bewältigen. Am höchsten Punkt bot sich eine tolle Aussicht rüber zu den Laliderer Wänden, die aus den sattgrünen Almweiden steil aufragten.

Schlüssellänge der „Sitz des Zeus“

Terry mit stets guter Laune

Das Klettern in der Dreierseilschaft machte mir total Spaß, so hatte man am Standplatz immer jemanden zum Ratschen und Blödeln. Doch Letzteres verging uns ziemlich schnell beim Abseilen, als plötzlich weiße Hagelkörner vom Himmel fielen. Erst gings noch und wir waren uns sicher, dass es nur ein kurzer Schauer sein würde. Doch als die Körner immer größer wurden und unsere Kleidung komplett durchnässt war, merkten wir, dass damit nicht zu spaßen war! Sturzbäche schossen die Felsen hinab und die Kälte kroch immer tiefer in den Körper! Als wir dann noch auf die falsche Seite abseilten und sich die nassen Seile nicht mehr abziehen ließen war Schluss mit lustig.
Wir querten die rutschige, verschneite Wiese hinüber und brachten schließlich die Seile doch noch herunter. Nun war es nur noch einmal Abseilen bis zum sicheren Almsattel. Inzwischen war es bereits 8 Uhr abends geworden und die Sonne zeigte sich noch einmal kurz, bevor wir auf der Schattenseite zurück ins Tal abstiegen. Letzten Endes kamen wir zwar mit Teichen in den Schuhen, aber trotzdem unversehrt im Dunkeln wieder am Auto an.

Das war mal ein Erlebnis! Wenn alles super glatt gelaufen wäre, würde dieser Tag ja auch nicht so lange im Gedächtnis bleiben, oder? 😉

Am Gipfel der Schaufelspitze

USA-Vortrag in Markt Schwaben

Am Freitag, den 16. März werde ich zusammen mit Julia Kressirer um 20 Uhr im Brauhaus Schweiger in Markt Schwaben einen Foto- und Videovortrag halten. Das Thema „Klettern in den Nationalparks der USA“ bezieht sich auf unsere Amerikareise.  Der Vortrag gibt einen Überblick über einige der besten Klettergebiete im Wilden Westen. Zusätzlich kann man wertvolle Infos und Tips zu Logistik und rund ums Sport- und Tradklettern erfahren. Begleitet von beeindruckenden Bildern gibt’s die ein oder andere originelle Anekdote  der erlebten Reise.

 

Auf jeden einzelnen Zuschauer und Besucher freue ich mich ganz besonders!
Der Eintritt ist natürlich frei.

Siurana Good Times

Tolles Ambiente

Siurana

 

 

 

 

 

 

Zusammen mit meinen Freunden Eva und Martin gings im Februar nach Spanien. Unser Weg führte ins Klettermekka Siurana, wo sich im Winter immer die besten Kletterer der Welt treffen, um die kühlen Temperaturen für die schwersten Begehungen zu nutzen. So trafen wir dieses Jahr Daniel Woods, Dave Graham und Alizée Dufraisse. Ich persönlich fands meistens etwas zu kalt, vor allem wenn der Wind ums Eck pfiff und man nicht mal zum Klettern seine Daunenjacke ausziehen wollte. Aber bei windstillem Sonnenschein im Sektor „Salt de la Reina Mora“ war es einfach nur schön! Die langen Routen hier sind absolute Weltklasse! Auf dem Pflichtprogramm sollte sicher die 7c „Avatar“ mit ihren riesigen Henkellöchern und trickreichen Boulderzügen stehen. Aber auch direkt nebenan gibt’s herrliche Ausdauerrouten an Leisten in orange-rotem Fels.

Camarasa

Von der 8a „Homo Erectus“ möcht ich gern genauer erzählen. Der Mittelteil fordert immer wieder Boulderstellen durch die steile Wand, die zu mehreren guten Löchern führen. Dann kurz schütteln und das nächste Boulderproblem anpacken bis man nach 35 Metern ein gutes Henkelband erreicht. Jetzt gilt es, den ganzen Pump der Route loszuwerden, denn das Schwerste kommt noch! Ich kann mich ganz genau an diesen Moment erinnern! Die Arme sind schwer, aber ich merke, wie sie sich langsam erholen. Immer wieder tausche ich die Hände, um sie abwechselnd auszuschütteln. Links verschwindet gerade die rote Sonne hinter der gigantischen Felswand. Unter mir tut sich der weite Überhang auf, durch den ich gerade bis hierher geklettert bin. Wenn ich in die Ferne blicke, glitzert der Stausee von Siurana. Die untergehende Sonne taucht das Tal in orangenes Licht. Der frische Wind streicht um mein Gesicht und verweht meine Haare. Genau jetzt bin ich der letzte Punkt in der ganzen Wand, den das Licht noch erreicht und ich merke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich den letzten Schwierigkeiten zu stellen. Hier neigt sich der glatte Fels leicht zurück und weißt kaum mehr Strukturen zum Festhalten auf. Es folgt ein winziges Einfingerloch für links, in das nur die Fingerkuppe verschwindet. Das nächste Löchlein halte ich mit meinem rechten Daumen, damit ich nicht nach hinten wegkippe. Dann volle Spannung im Bauch um an diesen schlechten Griffen die Füße nachzustellen! „Gaaaanz lang machen uuuuund da ist die kleine Leiste! Gehst Du her!“, denke ich im Selbstgespräch. Puh, die Exe ist drinnen! Aber es geht weiter! Nun muss ich diese kleine Leiste auf Untergriff drehen und über die Exe steigen, um die letzten kleinen Käntchen und schließlich den Umlenker zu erreichen!
Was für ein Gefühl! Wenn dann die Spannung abfällt und ich richtig stolz bin, diese Route geschafft zu haben. Denn diese hat mich komplett gefordert! Das ist es, was das Klettern für mich ausmacht! 🙂

Democracia 8b

Nach 4 Tagen im schönen Siurana ging unsere kleine Reise weiter nach Terradets. Hier geben lange, überhängende Sintersäulen den Stil der Kletterei vor, nämlich pumpig an vielen Seitgriffen. Nachdem ich eine 8a+ im zweiten Versuch durchsteigen konnte, sah ich mir auch die Variante „Democracia“ 8b an. Unten war ganz klar „Ballern“ angesagt! Möglichst schnell musste man aus der steilen Höhle rauskommen und sich dynamisch von einem Sinterseitgriff zum nächsten kämpfen. Nach einem ausreichendem Ruhepunkt folgte dann die Schlüsselstelle mit einem Fingerloch für die rechte Hand – links eine gute Zange, um die Füße nachzustellen und weit hoch zu kreuzen auf eine schlechte Sinterzange. Aus dieser Position stellte ich den linken Fuß hoch und lehnte meinen Körper ganz nach rechts, um den Sinter irgendwie halten zu können! Rechter Fuß nach und vorsichtig die rechte Hand hoch zum Tufa, bevor ich endlich mit der Linken den Tufa an einer besseren Stelle erreichen konnte.
Diese Sequenz schaffte ich zweimal und fiel dann tatsächlich kurz vorm Umlenker mit dicken Unterarmen ins Seil.

Embassament de Terradets

Heute war der letzte Tag und ich wusste, ich hatte nur noch einen letzten Versuch, ehe wir zum Flughafen nach Barcelona zurückfahren mussten. Diese blöde  Stelle ganz oben bot zwei passable Möglichkeiten. Entweder eine flache Leiste weit durchziehen oder anstrengend einen kleinen Untergriff anlaufen. Zweimal fehlte mir der Schmalz für die Leiste, nun hatte ich nur noch diesen einen Versuch…
Ich kletterte durch den pumpigen unteren Teil und kam in die Crux, als mir kurz vor dem besseren Sintergriff der Fuß wegrutschte. „Baaahhh!!!“ Ein kurzer Schrei kam plötzlich aus mir heraus. Doch ich konnte mich gerade noch in der Wand halten! Puuuhhh, das war knapp. Schließlich war ich auch schon in der Headwall und sah die beiden Möglichkeiten vor mir. Ehe ich genauer Nachdenken konnte stellte mein Körper automatisch den rechten Fuß raus, ich sortierte zwei Finger in den Untergriff ein und zog hoch. Topgriff erreicht und 8b abgehakt!
Im Laufschritt gings dann zum Auto und in Richtung Barcelona zum Flieger nach Hause… So muss es gehen! 🙂

Neue Griffe im High-east

 

Blumenroute 6

Boulderparcour fb 7A-7C

 

 

 

 

 

 

 

Endlich ist meine Griffbestellung für die Kletterhalle High-east angekommen! Diesmal sind es ausgefallene Formen der Marke Flathold. Natürlich habe ich sofort eine ganz besondere Route mit diesen großen Blumen im sechsten Grad geschraubt und einen harten Boulderparcour zum Tüfteln! Aber überzeugt Euch selbst! 🙂

Boulderperlen

Symmetrie

Plattengenuss

Achtung Atomkraft 😉

 

In der letzten Woche habe ich mit meinem Schrauberteam richtig Gas gegeben. Wir haben zusammen den kompletten Boulderbereich im High-east neu gestaltet. Dazu gehört natürlich auch das Umsetzen der Holzvolumen. Jetzt gibt es in jeder Schwierigkeit einen neuen Parcour mit einigen ganz besonderen Boulderproblemen. Aber probiert sie am Besten selbst aus und bildet Eure eigene Meinung dazu! 🙂

A la Fontainebleau

Pressig!

Sinterrouten

 

Sinterrouten im High-east

Sinterrouten im High-east

 

 

 

 

 

 

Zum Start ins neue Jahr habe ich etwas Besonderes in der Kletterhalle High-east geschraubt. Da wir uns gerade alle nach Sonne sehnen, lasse ich das Gefühl wie auf Kalymnos, Mallorca oder in der Türkei aufkommen. Ich habe einige Routen in verschiedenen Schwierigkeiten an Sintern gebaut. So kann man optimal lernen, mit diesen trittarmen Zangen umzugehen.

Viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

Freihängendes Volumen beim „I Sicher Scho 7“

Julia im Finale „I Sicher Scho 7“

Dave im Finale „I Sicher Scho 7“

Es gab dieses Jahr etwas ganz Besonderes bei unserem Teamklettercup „I Sicher Scho“ im High-east. Im Finale baute ich zusammen mit Dave Cato in eine der beiden Routen eine riesige freihängende Kugel ein. Die 7 Besten der insgesamt 26 Teams traten nach der Quali gegeneinander im Finale an. Zuerst kam die gelbe Route dran, die aufgrund des starken Teilnehmerfeldes so schwer, wie noch nie bei diesem Wettkampf war. Trotz der hohen Schwierigkeit 8a gab es zwei Tops von Markus Herdieckerhoff und Flo Wientjes. Und das nach
4 Stunden Klettermarathon!

Die Entscheidung gab es dann in der zweiten Finalroute, die mit blauen Griffen über die Kugel hinweg zog. Nun kamen die Teamkollegen zum Zug

Andi im Finale „I Sicher Scho 7“

und mussten von einer Kante weg an die freischwingende Kugel springen. Die Kugel baumelte und drehte sich hin und her, was diese Kletterstelle nicht gerade erleichterte. Fast alle Kletterer schafften es aber danach wieder zurück an die Wand, wo die Route weiterführte. Natürlich wurden die Züge immer schwerer nach oben. So fielen die Teilnehmer  nach und nach aus der Wand.

Kathi im Finale „I Sicher Scho 7“

Als Einziger holte sich Christoph Gabrysch das Top und so den Sieg für sein Team „Di Buam“  zusammen mit Flo Wientjes!

Es kristallisierte sich also ein klares Ergebnis heraus. Besser hätte das Finale nicht verlaufen können! Die Zuschauer waren aus dem Häuschen und vollkommen begeistert! Ich bin höchst zufrieden mit meinem Routenbau. Das genau so hinzukriegen, ist nämlich die hohe Kunst und alles andere als einfach. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich über jeden Einzelnen, der dabei war! 🙂

I Sicher Scho 7 im High-east

I Sicher Scho 7

Am 11.11.2017 findet wieder der Teamklettercup „I Sicher Scho“ in der Kletterhalle High-east statt. Hier werden in 2er- oder 3er-Teams in der Quali über 4 Stunden hinweg so viele Routen, wie möglich geklettert. Je höher der durchgestiegene Schwierigkeitsgrad, desto mehr Punkte landen auf dem Teamkonto. Schließlich treten die 5 punktemäßig besten Teams im Finale gegeneinander an! Dann gibt es 2 Finalrouten, die es so weit, wie möglich zu klettern gilt. Das beste Team holt sich dann den begehrten High-east Pokal! Neben einer großzügigen Verlosung unter allen Teilnehmern, wird ebenfalls der originellste Teamname prämiert und das besonderste Outfit gekürt. Die Finaltouren werde ich, möglichst dem Teilnehmerfeld angepasst, schrauben.

Mitmachen lohnt sich und macht mächtig Spaß! Ich freu mich auf Euch!